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EYE ON: Saint Laurent

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Meine neue „Behind the Scenes“ Reihe startet mit Yves Saint Laurent. Der Mann mit der markanten Vollrandbrille ;) Er ist einer meiner Lieblingsdesigner! Vorab noch eine kleine Anmerkung: Ich erspare Euch die klassische Steckbriefdaten a la:

„Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, geboren am 1. August 1936 in Oran, gestorben am 1. Juni 2008 in Paris […]“

und so weiter und so weiter… Ich denke das kann man selber nachgoogeln, aber ein Umriss zur Lebensituation wird sich so oder so aus dem Kontext ergeben. Es gibt generell so viel zu erzählen, aber das würde leider den gesamten Rahmen sprengen. Wenn Ihr Euch genauer mit seiner Biografie beschäftigen wollt, schreibt mir einfach! Ich kann Euch ein paar sehr gute Literaturangaben schicken. Also los geht’s mit EYE ON Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent.

Saint Laurent

Coco Chanel hat den Frauen die Freiheit gegeben, Yves Saint Laurent die Macht.“– Pierre Bergé

Das Modehaus Saint Laurent existiert seit Anfang der 60er Jahre. Diese Zeit der Umbrüche verhalf ihm, sich mit seinen provozierenden Modeentwürfen zu etablieren. Ihm haben wir den Hosenanzug für die Frau zu verdanken, ebenso wie die Military-Jacke und den Kegelbüstenhalter, lange bevor Madonna im Gaultier-Bustier auf Tour ging. Saint LaurentEr ist derjenige, der am meisten für die Mode der modernen Frau getan hat. Natürlich war er mit Coco Chanel, die mit ihrem Bouclé Kostümen und dem kleinen Schwarzen zur Befreiung des Korsetts beitrug,  in bester Gesellschaft, aber weder Sie noch andere Kollegen widersetzten sich so häufig den Normen der Mode wie Yves. „Er gab den Frauen die Macht“, wie sein Lebenspartner Pierre Bergé sagte. Der schüchterne und zurückhaltende Yves war anders, als die Anderen. Er hatte eine Vorliebe für Mode, Kunst und das Theater. Diese Leidenschaft brachte ihn dazu, an einem Wettbewerb des Verbandes der Wollstoffhersteller teilzunehmen. Er gewann den 3. Platz und reiste zusammen mit seiner Mutter 1953 nach Paris. Dank der zahlreichen Kontakte seines Vaters, lernte er Michel de Brunhoff, damaliger Direktor der Vogue Paris, kennen. Ein Jahr später nahm er erneut an dem Wettbewerb teil.  Mit Erfolg! Yves schwarzes Cocktailkleid, in Verbindung mit einem Schleier, machte den 1. Platz, während ein besagter Karl Lagerfeld den ersten Preis in der Kategorie ‚Best Jacket‘ gewann. Unter den Fittichen von Michel de Brunhoff lernte Yves wenig später den Designer Christian Dior kennen, der ihm ermöglichte, für das Modehaus Dior zu arbeiten. Nach dessem Tod wurde Yves mit 21 Jahren zum Chefdesigner ernannt. Der jüngste Couturier der Welt. Die erste Kollektion unter seiner Führung stellte die bekannte Trapezlinie ins Zentrum: Er ließ die unalltagstauglichen Versteifungen an Schultern, Brust und Taille weg und veränderte damit die Linien der Mode für immer.

Yves Glamourwelt hatte leider auch eine Schattenseite: Er war manisch depressiv und wurde in eine Klinik eingewiesen. Dies nahm man als Grund, ihn aus dem Modehaus Dior zu entlassen. Sein Lebensgefährte stand ihm in dieser schweren Zeit bei und, nachdem sie gerichtlich gegen den Rausschmiss vorgegangen waren, nahmen sie die Abfindung als Startkapital für die Gründung seiner Eigenmarke. Alles was Yves je wollte, war seine Skizzen zu zeichnen und sich nichts mehr sagen zu lassen. Nach einer rasanten Karriere folgte ebenso schnell der Fall des aufstrebenden Mathieu-Saint-Laurent. Drogen, Alkohol und die sich häufenden negativen Schlagzeilen verschlechterten seinen Gesundheitszustand stetig.

Er hatte sich seiner Krankheit hingegeben, wie einer Religion, aber für die Kollektionen mobilisierte er seine letzten Kräfte. Glücklich war er nur zwei mal im Jahr: Im Frühling und im Herbst.

Ende der 80er Jahre wurde über seinen gesundheitlichen Zustand und den rapiden Zerfall mehr geschrieben als über seine Mode. Seine hocheleganten Couture-Kollektionen wirkten in den 90er Jahren seltsam aus der Zeit gefallen. 2002 hörte er auf, Kleider zu entwerfen und Pierre Bergé verkaufte die Marke an den italienischen Modekonzern Gucci. Das Pariser Haute-Couture-Haus wurde geschlossen. Er konnte sich endlich zurückziehen. Kein Blitzgewitter und keine Öffentlichkeit mehr. Nach seinem Tod vermachte Bergé ihre außergewöhnliche Kunstsammlung den Museen. Er konnte sie nicht mehr anschauen… Sie erinnerten ihn zu sehr an seinen verstorbenen Yves Henri Donat Mathieu-Saint Laurent.

Die Fakten zum Schluss

  • Das Logo „YSL“ wurde in 1961 von Adolphe Jean-Marie Mouron (Cassandre) entworfen
  • Yves Franzöische Bulldogge hieß  „Moujik“, er benannte eine Tasche nach seinem Liebling
  • Er wohnte in der Pariser Rue de Babylone in Gesellschaft seiner Gemälde von Goya, Picasso und Matisse
  • Auf seinem Tagesplan standen zwei Schachteln nikotinfreie Kräuterzigaretten
  • Yves Lebensgefährte verkaufte die Firma an Gucci – die Gucci Gruppe befindet sich nun im Besitz der Kering Gruppe und ist in bester Gesellschaft von anderen Marken, wie Sergio Rossi, Stella McCartney, Alexander McQueen oder Balenciaga
  • Tom Ford übernahm die Leitung der Prêt-à-Porter-Linie und wurde damit der Prototyp des modernen Designers. Im Fokus standen: Straffes Marketing und die richtige Zusammenstellung einzelner Outfits – wichtiger als das Kreieren eines neuen Stils
  • Derzeitiger Chefdesigner ist Hedi Slimane
  • Slimane nannte die Modesparte in 2012 in  „Yves Saint Laurent Paris“ um
  • Ihr Domizil „Jardin Majorelle“ in Marrakesch ist ein beliegtes Touristen Ziel. Saint Laurent und Bergé verbrachten dort eine lange Zeit

 

Jardin Majrorelle in Marrakesch [Picture: www.blog.radissonblu.com ]

Jardin Majrorelle in Marrakesch [Picture: www.blog.radissonblu.com ]


EN:

I’m starting my new series „EYE ON“ with one of my favourite designers: Yves Saint Laurent. The guy with the striking glasses ;) My focus will be on content you might not have know, yet. I’m skipping those typical data like:

„Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, born on 1. August 1936 in Oran, died on 1. Juni 2008 in Paris […]“ 

We could all google that and I’m sure some information about the time or circumstances of life will be clear straight out of the context. It was hard to cut that short but if you want to know more about Yves feel free to write a comment. I’ll send you some good bookmarks. So let’s start with  EYE ON Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent.

Saint Laurent

In fashion history, Yves Saint Laurent remains the most influential designer of the latter half 20th century. Not only did he modernise women’s wardrobe – most importantly introducing trousers as essential pieces – but his extraordinary eye and technique allowed every shape and size to wear his clothes. He was behind well-cut staples such as the pea coat, the safari jacket, the trench coat, the trouser suit, Le Smoking and the introduction of black tights as the chic alternative to pale hosiery. So ladies if you every wear something like that? Thank Yves! His keenness to create clothes as well as his love for cinema and theatre, his passion for the stage. He entered the International Wool Secretariat Fashion Competition in 1953. He won the 3rd prize, traveled with his mother to Paris and because of his fathers contacts he met Michel de Brunhoff, the celebrated editor of Vogue Paris. De Brunhoff was in the perfect position to help Saint Laurent in the world of fashion and because of his advice, Yves took part at the International Wool Secretariat Competition a year later again. He won with his black cocktail dress complete with a veil worn over the face while a certain Karl Lagerfeld won the ‚Best Jacket‘ category. Later on he met Christian Dior, who hired him straight away. After Christian Dior died Yves became chief designer when he was only 21 years old. In the middle of his first collection under the name Dior was the trapezoidal line: He lifted the stiffening on shoulder, breast and waist and revolutionized the whole fashion line.

But every glamour side has it’s downside aswell: Yves has been diagnosed as manic-depressive and was sent to a psychiatry. This was the reason why he got fired from the Couture House Dior. In this hard time his Pierre was alsways on his side. The decided to take action against this dismissal and won. They found the label Yves Saint Laurent with the money from the trial and soon they also acquired sponsors. All that Yves ever wanted was to draw and not let anyone tell him what to do. So his dream of becoming his own chief finally came true. During his rapid career Yves started to fall down more and more. He hit the headlines with drugs and alcohol and  his health took a turn for the worse. In the 90s his couture collection seemed to be behind the time and in 2002 he stopped designing clothes. Pierre Bergé sold the company to the Gucci group. The Parisian couture house was closed. It was a hide-away for him. No more public, no more press. Only Pierre, Moujik and him. After his death his entire personal collection was bequeathed to the museum. Bergé couldn’t look at it anymore. It reminded him too much of his Yves Henri Donat Mathieu-Saint Laurent.

 

Some facts at the end

  • YSL logotype was designed by Adolphe Jean-Marie Mouron (Cassandre) in 1961
  • His French Bulldog was named „Moujik“ – He named a bag after his dog
  • He lived on Rue de Babylone in Paris with his beloved art by Goa, Picasso and Matisse
  • Yves used to smoke two packs of nicotin-free herbal cigarettes
  • Bergé sold the label to the Gucci Group (now part of the Kering group – such as Sergio Rossi, Stella McCartney, Alexander McQueen or Balenciaga)
  • Tom Ford took over the Prêt-à-Porter line and focused on lean marketing and creating outfits out of the familiar instead of creating a new style
  • Current chief designer is Hedi Slimane
  • Slimane renamed  „Yves Saint Laurent“ in „Yves Saint Laurent Paris“ in 2012
  • Saint Launret & Bergés „Jardin Majorelle“ in Marrakech is a famous tourist attraction

Saint Laurent Fall-Winter 15

 

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3 Responses
  • Katharina
    01/01/2017

    Sehr toll geschrieben ich liebe Bücher über Designer und über die Entstehungsgeschichte großer Marken welche Bücher kannst du empfehlen??

  • Katharina
    03/03/2016

    Wow, sehr interessant und wirklich toll geschrieben. Danke für die vielen Informationen,Liebes

  • Diana Silka
    02/28/2016

    Sehr interessant!❤

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