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Wie ich mit Wut, Ärger und Enttäuschung umgehe

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Wie oft haben wir uns schon über andere Menschen geärgert? Sei es bei der Parkplatzsuche, beim Anstehen im Supermarkt oder in der hinteren Sitzreihe im Kino, wenn vor Dir jemand nicht aufhören will, zu quatschen. Ärger, Wut, Enttäuschung – das sind alles negative Gefühle, die eigentlich kein Mensch auf der Welt braucht. Dennoch kommt es vor, dass wir nun mal enttäuscht oder verärgert werden. Bei Person XY gar nicht so schlimm. Schlimmer, wenn es Menschen sind, die Dir nahe stehen bzw. aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis kommen (zumindest dachtest Du das vielleicht).

Ich war also dabei mein Whatsapp zu öffnen, tippte wild den Namen meiner besten Freundin ein, und war auf dem besten Weg, die Sprachnotizfunktion zu vergewaltigen. Ja ich gebe zu, sich bei einem anderen über eine dritte Person auszulassen, ist nicht die feine englische Art! Aber wir alle tun es, ob wir wollen oder nicht. Ich hatte so viel Wut in mir ich wusste einfach nicht, wohin damit! Und eh ich den armen Mann vor mir in der Schlange anschnauze, wieso er nicht aufrücken würde, da sich schon eine beachtliche Schlange hinter uns gebildet hatte, hielt ich inne, bis ich alleine war. Naja fast, denn ich hatte ja meine Freundin praktisch imaginär am anderen Ende der Sprachnotizleitung. Ich ließ also alles raus und lasst Euch gesagt sein, ich bin normalerweise ein harmoniebedürftiger Mensch, den Nichts so schnell aus der Fassung bringt. Ich gehöre zu den Menschen, die sicher irgendwann mal ein Magengeschwür bekommen, weil sie ihre Wut nicht rauslassen sondern den Ärger immer nur runterschlucken. Aber irgendwann kommt auch bei mir ein Punkt, da Platz mir der Kragen.

Mein persönliches Mantra, wenn ich mich über etwas aufrege:

Regel Nr.1: Ruhe bewahren! Die Welt dreht sich noch, kein Grund zur Panik. Also den Mann in der Supermarktschlange nicht mit der Packung Reis erschlagen!

Regel Nr.2: Runterkommen und mit etwas Abstand von den ganzen Emotionen zu einem späteren Zeitpunkt die Situation neu bewerten. Mein Weg, alles bei einer vertrauten Person ‚abzulassen‘ um nach der ausgeschütteten Wut wieder einen freien Kopf zu bekommen. Was mich quasi zur nächsten Regel gebracht hat.

Regel Nr.3: Hol dir eine 2. Meinung ein. Niemand ist perfekt und man kann immer etwas überreagieren. Besser noch, wenn es Dir jemand Externes ehrlich sagt. Man möchte ja auch niemandem Unrecht tun! Leider neige ich dazu, zu oft von mir selbst auszugehen, wenn es um das Beurteilen von Handlungen geht. Da ich einen sehr hohen moralischen Anspruch habe, fällt es mir häufig schwer, bestimmte Menschen zu verstehen, die sich Meiner zuwider verhalten. Aber es ist ganz wichtig, dass man auch mal den Blickwinkel wechselt. Dabei kann einem eine außenstehende Person oft besser behilflich sein.

Regel Nr.4: Das Gespräch mit der/dem Betroffenen suchen. Man sollte dem Anderen immer die Chance geben, seine Sicht zu schildern. Missverständnisse kommen so oft vor.

Wenn wir nun diesen einen Prozess durchgegangen sind, sollte in der Regel auch alles wieder in Ordnung sein. Schlimmer ist aber, wenn man das alles nicht nur 1x durch hat, sondern auch ein 2., 3., oder sogar ein 4. Mal. Irgendwann stellt man sich die Frage: Bin ich eigentlich bescheuert? Man darf sich auch nicht zum Affen machen. In diesem Fall greife ich persönlich auf meine letzte Regel zurück:

Das Leben ist zu kurz, man kann nicht mit jedem ‚gut‘ sein.

Und  Adé. So sehr ich ein Verfechter davon bin, dass man um Freundschaften kämpfen muss und alle Arten von Beziehungen Arbeit und ein ständiges Zukommen aufeinander ist: Wenn es Dir schlecht geht und man stagniert oder sogar über den Tisch gezogen wird, ist der perfekte Zeitpunkt, Schluss zu machen. Mit dem Freund, der Freundin, dem Friseur deines Vertrauens oder oder oder. Wenn man mehrfach versucht hat, die Dinge gerade zu rücken und man sich dann nach dem 3. oder 4. Mal IMMERNOCH im Kreis dreht, dann ist irgendwann mal Schluss.

Mach Dich frei von Dingen, die Dich runterziehen. Dinge oder Menschen, die Dir nicht gut tun. Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man kraftlos ist und der Akku leer ist. Man redet sich den Mund fusselig und das ist definitiv verschwendete Zeit. Zeit, die man besser investieren kann, nämlich in die Menschen, die einem täglich ihre Liebe, Zeit und ihr Vertrauen schenken.

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