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Kolumne – Sunday Thoughts

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Kolumne

„Kolumne erstellen“

Heute ist Sonntag. Sonntage sind wie die letzten Pralinen in der Schachtel. Der Gedanke daran, dass die Schachtel bald leer ist, verleiht ihnen einen besonderen Geschmack. Sie machen einen glücklich, schmecken so besonders und dennoch haben sie einen bitteren Beigeschmack: Man weiß, dass der Genuss vorbei ist und die Packung leer ist. Morgen ist Montag und der Alltag hat uns alle wieder. Die einen freuen sich mehr, die anderen weniger. Ich persönlich kann mich nicht beschweren. Für mich sind fast alle Tage, wie Sonntage. Zumindest, wenn man sich das vorstellt. Dann wird es auch irgendwie Wirklichkeit. Alles Einstellungssache. In einem langen Telefonat mit einer meiner engsten Freundinnen fiel mir auf, dass der Satz

„Wenn Du die Dinge nicht ändern kannst, kannst Du immerhin die Sichtweise auf die Dinge ändern.“

sehr häufig fiel. Es geht doch letztendlich nur darum, die Dinge auch anzupacken. Schon ein Stück weit paradox, dass ich meinen Blog seit über einem Jahr führe und erst am heutigen Tag eine Kategorie mit dem Titel „Kolumne“ erstelle. Schreiben war immer meine große Leidenschaft. Nicht zuletzt deswegen habe ich auch mein Germanistikstudium aufgenommen. Ich habe eine Zeit lang Wörter mit Mode betrogen. Ich möchte aber dennoch neben der Mode, die mich so erfüllt, auch meinen Gedanken einen Platz auf meiner Seite geben. Schließlich nehmen sie mein ganzes Leben ein. Noch bevor ich ein Modestück nur ansehe, habe ich schon 1000 Dinge darüber gedacht. Also kommt heute mehr oder weniger offiziell ein Platz für all das, was mich so im Alltag beschäftigt.

Meinen Hang zum Perfektionismus versuche ich hier auch ein wenig beiseite schieben zu können. Ich will frei schreiben. Dinge rauslassen. Mal mit viel Nachdenken und mal ohne. Ob Ihr meine Gedankengänge letztenendes nachvollziehen könnt, weiß ich nicht. Ich hoffe es doch. Heute wird es angepackt. Wenn ich ehrlich bin, habe ich sehr sehr oft mit dem Gedanken gespielt, mehr zu schreiben. Aber ich habe mich immer wieder einschüchtern lassen, denn mehr schreiben bedeutet im Umkehrschluss auch mehr von sich selbst preiszugeben. Damit tat ich mich schwer. Einerseits, weil ich dachte, meine Meinung sei nicht wichtig genug bzw. ich mich häufig selbst gefragt habe, wen es denn schon interessieren könnte, was „noch so eine Bloggerin“ zum Thema XY zu sagen hat. Andererseits, weil ich es befremdlich finde, dass Menschen, die ich nicht persönlich kenne, mich umso intensiver kennen könnten. Natürlich ist es alles eine Frage der Dosierung. Wie viel will und werde ich von mir persönlich preisgeben? Man muss ja nicht gleich sein ganzes Leben auf dem Silbertablett servieren. Eine Meinung zu Dingen zu haben, einen Standpunkt zu vertreten, na das kann heute allerdings jeder. Es ist doch eigentlich auch genau das, was die Bloggerwelt auszeichnet: Jeder kann zu jedem x-beliebigen Thema öffentlich seinen Senf dazugeben. Das ist alles schön und gut, allerdings bringt es gar nichts, wenn es niemand liest. Da ich in der Vergangenheit ein durchgehend positives Feedback zu meinem Gedanken-Wirr-Warr bekommen habe, hat mich das ermutigt. Das ist keine Floskel! Mich erreichen täglich Nachrichten und darunter waren schon viele „Briefe“ von Euch, die mich zutiefst gerührt haben. Genau das gibt mir Kraft und Mut, mit dem weiterzumachen, was ich tue. Es scheint andere zu erreichen und alleine dafür lohnt es sich. Ich persönlich stehe dem ganzen Internet- und Social Media-Kram sehr skeptisch gegenüber, aber es ist doch zugleich so wahnsinnig erstaunlich, wie es Menschen zusammenbringen und man sich über die ganze Welt mitteilen kann. Das schafft Verbundenheit, es finden sich Gleichgesinnte und es entsteht ein Zusammenhalt, den man kaum mit Worten beschreiben kann. Wenn ich mir anschaue, wie viele tolle Leute ich alleine über diese App Instagram kennengelernt habe…der Wahnsinn! Ich danke Euch für Eure Unterstützung. Es rührt und erfüllt ich mit Stolz. Ich gebe mein Bestes und werde Euch zukünftig mehr schreiben – versprochen! Habt einen schönen Sonntag Ihr Lieben

P.S.: Ich habe mich bewusst dazu entschieden, die Kolumne nur auf Deutsch zu verfassen. Klingt vielleicht komisch, aber irgendwie ist es „intimer“ wenn es nur unmittelbar „um mich herum“ verstanden wird, da es sich immer um sehr persönliche Gedanken handelt. Ich möchte natürlich nicht, dass der Eindruck entsteht, ich grenze eine Leserschaft aus. Aber da die meisten meiner treuen Leser eh aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommen, denke ich, dass es kein Weltuntergang ist. Es soll überwiegend Outfit-Postings geben und die Sprache der Mode wird ja auf der ganzen Welt verstanden :)

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